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Wie Gewohnheiten dein ganzes Leben steuern.

coaching Nov 16, 2018

Wusstest du, dass 40% deiner täglichen Handlungen keine bewusste Entscheidungen sind? Es sind Gewohnheiten. Und Gewohnheiten sind ehemals bewusst getroffene Entscheidungen die zu einer Routine wurden. Es handelt sich also um automatische Abläufe, die wir nicht mehr hinterfragen.

 

Das ist Wahnsinn! Denn das bedeutet, dass du für viele deiner schlechten Gewohnheiten mittlerweile gar nichts mehr kannst - dafür aber in der Lage dazu bist, neue gute Gewohnheiten und Verhaltensweisen in dein Leben zu integrieren. Oder in das Leben anderer. Gehen wir hierzu aber Schritt für Schritt vor…

 

Was sind Gewohnheiten?

Gewohnheiten sind Handlungen die uns locker von der Hand gehen. Über die wir nicht mehr nachdenken oder nicht mehr nachdenken müssen. In erster Linie ist das eher als positiv zu werten. Nehmen wir das Beispiel Autofahren. Während du früher noch bewusste Entscheidungen treffen musstest, wie etwa “Jetzt muss ich langsam die Kupplung kommen lassen...Konzentration...jetzt etwas Gas…”, sitzt du heute ins Auto, unterhältst dich mit deinem Mitfahrer und fährst los.

 

Du musst nicht mehr drüber nachdenken und bist nun multitaskingfähig. Das funktioniert allerdings nur während deine Gewohnheit abläuft. Musst du aktive und bewusste Entscheidungen treffen, ist es praktisch unmöglich, sich auf mehr als eine Sache zu konzentrieren. Vorgegriffen auf das was noch kommt: Multitasking und gute Vorsätze oder neue Gewohnheiten...vergiss es!

 

Gewohnheiten entlasten unser Gehirn

Unser Gehirn benötigt jede Menge Energie. Es muss täglich viele Entscheidungen treffen und Willensstärke beweisen. Willensstärke ist der wichtigste Schlüssel zur Ausprägung neuer Gewohnheiten. Doch Willensstärke ist begrenzt. Sie verhält sich wie ein Muskel. Fehlt das Training der Willensstärke, nimmt ihre Leistungsfähigkeit ab. Langeweile und Unterforderung sind somit das Ende jeder Willenskraft.

 

Die Willensstärke kann jedoch auch überfordert werden. Auch das ist wie beim Sport. Sind die Anforderungen zu hoch, kommt es zum Übertraining. Die Leistung nimmt ab. Zudem können nur eine bestimmte Anzahl an qualitativ hochwertigen Entscheidungen pro Tag getroffen werden. Das merkt man vor allem dann, wenn man selbst einen harten Tag hatte, an dem man viele Entscheidungen treffen musste. Genau dann weicht man meist abends von seiner geplanten Diät ab, geht nicht zum Sport oder zündet sich doch wieder eine Zigarette an.

 

Hast du einen solchen harten Tag und am Abend noch all deine vielen guten Vorsätze umzusetzen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass du das schaffst gering. Daher: Kein Multitasking bei der Zielerreichung, sondern Fokus.

 

Prägen wir hingegen Gewohnheiten aus, werden viele der aktiven Entscheidungen automatisiert und dein Kontingent an Willenskraft wird weniger stark in Anspruch genommen. Die Gehirnaktivität nimmt ab. Es wird Energie gespart.

 

Gewohnheiten bestehen aus drei Teilen

Gewohnheiten setzen sich aus drei Teilen zusammen:

  1. Auslöser
  2. Handlung
  3. Belohnung

Die Gewohnheit selbst ist die Handlung. Die Gehirnaktivität nimmt nur während der Handlung ab. Oder anders ausgedrückt, das Gehirn muss einen Auslösereiz registrieren, um die Gewohnheitshandlung ablaufen zu lassen.

 

Damit wäre der Trigger oder Auslöser bereits beschrieben. Der Auslöser leitet die Handlung ein. Das Eintreten der Belohnung beendet die Routine und das Gehirn wird wieder in den “Aktivmodus” geswitcht.

 

Der Auslöser kann dabei alles Mögliche sein. Es kann eine Tageszeit sein, eine bestimmte Situation, eine Erinnerung oder ein Geruch. Nichts ist auszuschließen. Dieser Auslöser steht in enger Verbindung mit einem Verlangen nach der Belohnung. Registriert unser Gehirn also den Auslöser, macht sich ein Verlangen breit, die Handlung setzt ein (während der unser Gehirn auf Autopilot schalten kann) und am Ende erhalten wir die Belohnung.

 

Ist das Verlangen erst einmal aufgekommen, hat dich die Gewohnheit im Griff. Dann wird es unglaublich schwer, diesem Verlangen nach der Belohnung zu widerstehen. Eigentlich hast du kaum eine Chance. Das ist die schlechte Nachricht.

 

Die gute Nachricht hingegen ist: Jetzt, da du weißt, wie Gewohnheiten entstehen und wozu sie führen, hast du auch die Möglichkeit, die einzelnen Punkte zu manipulieren.

 

Analysiere deine Gewohnheiten bis ins Detail

Um vor allem Auslöser und Belohnung zu identifizieren, führst du am besten zu Beginn Buch. Nach und nach wird dir immer klarer, welche Situation, Uhrzeit oder welches Gefühl oder Verhalten der Trigger zu deiner Gewohnheitshandlung sein könnte. Dann solltest du auch schnell auf die belohnung kommen. Das sind meist Gefühle. Zum Beispiel Entspannung. Oder Freude.

 

Von diesem Punkt an experimentierst du mit deiner Routine und änderst in regelmäßigen Abständen jeweils einen anderen Aspekt der Routine. Oftmals ist die eigentliche Belohnung überraschend. Du denkst vielleicht, die Süßspeise in der Mittagspause ist deine Belohnung. Dabei ist es in Wirklichkeit die kurze Pause von der Arbeit und der Small Talk mit den Kollegen. Hast du das identifiziert, kannst du beispielsweise die Handlung austauschen. Dann weißt du, du benötigst nicht die Süßigkeiten um zur Belohnung zu kommen.

 

Dein Vorteil: Hast du die einzelnen Punkte identifiziert, bist du wieder in der Lage dazu, bewusste Entscheidungen in der jeweiligen Situation zu treffen, bevor die eigentliche Gewohnheitsschleife einsetzt. Tausche die Handlung aus, die diese Gewohnheit möglicherweise zu einer schlechten Gewohnheit macht.

 

Etwas anderes bleibt dir bei schlechten Gewohnheiten auch nicht übrig. Denn das Gehirn unterscheidet nicht zwischen “gut” und “schlecht”. Hat sich eine Routine etabliert, bleibt sie auch im Gehirn verankert. Oftmals passiert das vollkommen unterbewusst. Jetzt gilt es, die Handlungen der Gewohnheiten auszutauschen.

 

Auch viele Kaufentscheidungen basieren auf Gewohnheiten

Genau das solltest du dir speziell als Personal Trainer oder Coach zunutze machen. Vor allem dann, wenn du an langfristigen Kunden interessiert bist. Und das solltest du speziell als Personal Trainer sein. Denn einen Kunden zu halten ist einfacher und günstiger, als durch aufwändige Marketingmaßnahmen einen neuen Kunden zu gewinnen. Zumal dich ein zufriedener Kunde auch bereitwillig weiterempfiehlt. Empfehlungsmarketing ist in seiner Wirkung natürlich unschlagbar.

 

Vor allem auf einem viel umkämpften Markt - und das ist die Fitness- und Coaching-Branche zweifelsohne - reicht es heutzutage nicht mehr, einfach zu versuchen, besser zu sein als die Konkurrenz. Menschen tendieren dazu, etablierte Angebote immer besser zu finden. Oder ihnen zumindest mehr Vertrauen zu schenken. Wie kommst du also an die Kunden heran?

 

Spaß, Hoffnung und Anerkennung

Diese drei Dinge musst du vermitteln. Um eine Handlung bei einem potentiellen Kunden auszulösen, müssen zunächst jedoch zwei Dinge erfüllt sein:

  1. Motivation
  2. Fähigkeit

Motiviert sind Menschen dann, wenn sie Spaß haben. Es darf nicht schmerzen. Es muss von einem Schmerz befreien. Ein Probetraining also vollkommen kaputt zu trainieren, damit die Person am nächsten Tag “richtig was spürt” ist also keine allzu gute Idee. Besser wäre es, zunächst im Training mit Spaß zu arbeiten. Auch wenn andere Übungen oder Vorgehensweisen vielleicht generell effektiver wären.

 

Dein Ziel muss es jedoch sein, zur Gewohnheit des Kunden zu werden. Es muss ihr oder ihm förmlich etwas fehlen, wenn der Termin mit dir nicht wahrgenommen werden kann. Ein bestimmter fester Tag kann dabei ein Auslöser sein. Das Training mit dir ist die Handlung. Und die Belohnung? Damit kannst du nun spielen!

Je mehr Varianz eine Sache aufweist, desto eher erregt es unsere Aufmerksamkeit. Überrasche deine Kunden. Du könntest beispielsweise unverhofft an einem sonnigen Nachmittag eine Radtour organisieren und auf dem Weg ein paar Übungen machen, anstatt wie geplant ins Gym zu gehen. Du könntest ein gesundes Frühstück vorbereitet haben, anstatt eine langweilige Ernährungsberatung am PC durchzuführen. Lass deiner Fantasie freien Lauf.

 

Fazit

Du siehst, Gewohnheiten sind mächtig. Egal ob es darum geht, eigene Verhaltensmuster aufzubauen oder zu ersetzen oder wenn es darum geht, Kunden für dich und dein Angebot zu begeistern und schließlich zu binden.

 

Wenn dir jetzt dutzende Gewohnheiten durch den Kopf gehen, die du gerne in den Griff bekommen oder ändern möchtest oder wenn du ein Ziel hast dass du erreichen möchtest an dem du in der Vergangenheit bereits immer gescheitert bist, dann hast du jetzt die Chance, das Ganze etwas sinnvoller und strukturierter anzugehen. Hier findest du eine Komplettlösung, wie du deine Gewohnheiten wissenschaftlich basiert, jedoch zu 100% praxiserprobt in sinnvolle Verhaltensmuster ändern kannst.

 

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